Die inklusive Theatergruppe der Gemeinschaftsschule Salem zeigte ihr neues Theaterstück

Ein großes weißes Tuch, Bäume links und rechts und dann der Auftritt von vier Freundinnen auf die ins Publikum ragende Bühne.
Was macht man an einem freien Tag? In den Zoo gehen und dem Flamingo ein Bein klauen? Ins Schwimmbad laufen oder einen Film gucken? Nein, alles viel zu langweilig.
„Wir gehen in den Wald!“, beschließen die Freundinnen Anke, Berit, Cordula und Dorothea. Als sie aufbrechen wollen, endeckt man hinter der Mädchengruppe auch Zarah, kleiner als die anderen. „Zarah, kommst du mit? Oder hast du etwa Angst?“, wird sie gefragt.
„Ich komme mit“, antwortet Zarah. Und so wandert die Gruppe los in einen bunten Wald, in dem die Schatten verschiedenster Ungeheuer lauern. Das soll Zarah Angst machen, so der Plan der Freundinnen. Und daher erzählen sie ihr vom Räuberhauptmann Raddek, dem Schlammfresser Feggel, dem Erdteufel Lappowick, dem Baumtroll Ogill, dem Lindwurm Raskoff und dem Vampir Kattinko. Macht das Zarah etwa keine Angst? Weiß sie vielleicht mehr, wenn sie sagt, dass Raskoff immer schlafe, Lappowick gerne tanze, Feggel stets bade, Ogill vergnügt lese und Kattinko für alle koche?
All das fand das Publikum am 25. Juni 2026 im Foyer der Gemeinschaftsschule Salem heraus und erkannte am Ende, dass die wahren Ungeheuer doch diejenigen sind, die unfair handeln und anderen Angst machen wollen.
Seit Jahresbeginn arbeitete die inklusive Theatergruppe bestehend aus Schüler*innen der Klassen fünf bis acht an ihrer Theateraufführung „Zarah – du hast doch keine Angst, oder?“, die auf dem ausgezeichneten gleichnamigen Bilderbuch von Zoran Drvenkar und Martin Baltscheidt basierte.
Die Bildsprache des Buches wurde in der Aufführung durch Schattenspiele aufgegriffen. Am Ende fiel der große weiße Vorhang und die „Ungeheuer“ kamen in ihrer Wohngemeinschaft wahrhaftig auf die Bühne. Ganz anders als erwartet.
„Einfach eine wunderschöne Aufführung mit leuchtenden Augen, stolzen Kindern und begeisterten Zuschauern“, schrieb die Schulleiterin am Folgetag und bedankte sich bei allen Schauspieler*innen und Helfer*innen.
Auch ich bin sehr stolz auf alle am Projekt Beteiligten, die mit tollen Ideen und großem Einsatz das Projekt ermöglicht haben und dabei über sich hinausgewachsen sind.
K.S.
































