Große Mehrheit für den Karlstorbahnhof

Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat gestern für die Verwaltungsvorlage zum Bau des neuen Karlstorbahnhofs in der Südstadt,  den bereits im Januar 2017 vorgestellten Plänen des Kultuhauses folgend, die in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Bernhardt + Partner entstanden sind.

Nachdem die Verwaltung die Pläne zunächst gestoppt hatte, wurde ein Expertengremium, bestehend aus den Bürgermeistern Jürgen Odszuck, Joachim Gerner, Hans-Jürgen-Heiß, Stadträten, Architekten, der Bau- und Servicegesellschaft mbH Heidelberg und Vertretern des Kulturhauses Karlstorbahnhof eingesetzt, dass mögliche Kosteneinsparungen für den Bau in den Campbell Barracks finden sollte. Nach konstruktiver Diskussion kam man hier schließlich zu dem Ergebnis, dass Einsparung nur mit Einschränkungen der Funktionalität des neuen Kulturhauses möglich wären und empfahl daher die vorliegende, teurere Variante umzusetzten.

Dem Gemeinderat oblag es nun, in seiner letzten Sitzung im Jahr 2017, die Entscheidung zu fällen. Nocheinmal wiesen die Stadträte auf den langen Prozess der Planungen hin, hatte doch der Karlstorbahnhof bereits im Jahr 2011 sein Kapazitätsproblem deutlich gemacht. Nachdem der Gemeinderat 2015 beschlossen hatte, dass das Kulturhaus Karlstorbahnof mit allen seinen Sparten umziehen soll, war eindeutig auch der Umzug des Karlstorkinos beschlossene Sache. Dass Stadtrat Weiler-Lorenz (Bunte Linke) in der gestrigen Sitzung nun erneut einen Verbleib des Kinos in der Altstadt einwarf, um so vielleicht doch noch Kosten einzusparen zu können, traf im Gemeinderat zu Recht auf Unverständnis. Matthias Kutsch (CDU) machte nochmals deutlich, dass der Gemeinderat lange beriet und schon vor 2 Jahren den Entschluss zum Umzug des gesamten Hauses fasste. Er berichtete zudem über seine Teilnahme am Expertengremium und bekräftigte die Entscheidung für die vorliegende Planungsvariante. Für Hans-Martin Mumm (GAL) war klar, dass das „Abenteuer Umzug“ nun endlich gestartet werden muss und auch Manuel Steinbrenner (Grüne) befand, dass die beste Variante nun auf dem Tisch liege.
Man mache den Karlstorbahnhof nun zukunftsfähig, pflichtete Anke Schuster (SPD) bei.

campbell_luftbilddss1pBildquelle: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Mit sehr großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat schließlich für die Pläne zum Umzug und Bau des neuen Hauses mit einem Kostenvolumen von 15 Millionen Euro und stockte damit die im Doppelhaushalt zunächst vorgesehenen 13 Millionen Euro, mit Blick auf Funktionalität und Zukunftsfähigkeit des Kulturhauses und die gelingende Entwicklung eines neuen Stadtteils, mit dem Karlstorbahnhof als wichtigem Zugpferd, auf.

Ich bin hocherfreut über die deutliche Fürsprache zu der wertvollen Arbeit des Kulturhauses seitens des Gemeinderats und dankbar für das Vertrauen, dass dem Karlstorbahnhof ausgesprochen wird.

Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen. Der Karlstorbahnhof freut sich auf das „Abenteuer Südstadt“!

K.S.

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