Mit den 9. Klassen des Hölderlin Gymnasiums HD mit einer kleinen theatralen Collage zum Thema dabei.

70 Jahre Befreiung: Heidelberger Schüler treffen auf Zeitzeugen

Ein ganz besonderes Schülerprojekt zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland: 70 Jahre Befreiung aus künstlerischer, philosophischer, historischer Sicht – Präsentation am Freitag, 8. Mai, in der PH Heidelberg

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Heidelberg. hob/bms. Es ist ein ehrgeiziges Projekt, doch der 70. Jahrestag der Befreiung am 8. Mai hat so viel Aufmerksamkeit verdient. 150 Schüler des Hölderlin- und St.-Raphael-Gymnasiums in Heidelberg verbrachten in den letzten Wochen viele Stunden damit, in Archiven zu stöbern oder Zeitzeugen zu befragen. Eine Gruppe kümmerte sich um das Thema Erinnerungstage im Vergleich, eine andere untersuchte, wie die Nachkriegsliteratur den 8. Mai 1945 verarbeitete und eine dritte, wie Philosophen mit dem Erbe des Holocaust umgehen.

Die Schüler entwarfen sogar eigene Denkmäler und studierten eine Theaterperformance zum Kriegsende ein. Die Ergebnisse werden am Freitag, 8. Mai, von 14 bis 17 Uhr im Hörsaalgebäude der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (PH), Im Neuenheimer Feld 561, präsentiert. Zum Abschluss gibt es um 16.30 Uhr eine Diskussion: „(Wie) müssen wir uns heute an den 8. Mai 1945 erinnern?“ […]

RNZ, 06.05.2015

Leonce & Lena

Wir, die Übung Theaterpädagogik am Germanistischen Seminar, spielen “Leonce und Lena”.
Am 30. & 31.1.2015. im Theater im Romanischen Keller.Leonce und Lena, Plakat

„Es ist eine schöne Sache um die Natur, sie ist aber doch nicht so schön, als wenn es keine Schnaken gäbe, die Wirthsbetten etwas reinlicher wären und die Todtenuhren nicht so in den Wänden pickten. Drin schnarchen die Menschen und draußen quaken die Frösche, drin pfeifen die Hausgrillen und draußen die Feldgrillen. Lieber Rasen, dies ist ein rasender Entschluß.“

Georg Büchner, Leonce und Lena (1836)

Projekt FE_14

17.12. TiKK FE_14_web

„Frühlings Erwachen“ im Karlstorbahnhof – Theaterprojekt mit Jugendlichen

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RNZ. Ein beeindruckendes Jugendtheater erlebte das Publikum am 17. Dezember im Kulturhaus Karlstorbahnhof unter dem Titel „Projekt FE_14“: 18 Jugendliche und junge Erwachsene aus Heidelberg hatten sich ein Jahr lang unter professioneller Anleitung mit Frank Wedekinds Stück „Frühlings Erwachen“ von 1891 auseinandergesetzt und auf seine aktuellen Inhalte und Bezüge abgeklopft und den damaligen und heutigen Konfliktlinien nachgespürt. Das Ergebnis war eine spannungsvolle Collage von Schauspiel, Tanz und eigenen Songs. Die Mischung aus Theater, Tanz, Musik und Performance sorgte für einen großen inhaltlichen Bogen, für viele überraschende Einlagen und Wendungen und bewegte sich erfrischend weit weg von der üblichen Aufführungspraxis. Überzeugend und expressiv setzten sich die Jugendlichen, die über die Kooperationspartner Theodor-Heuss-Realschule, die Nostos-Tanzwerkstatt, das Medienforum Heidelberg und die Kineskop Filmschule zusammengefunden hatten, mit den Themen Pubertät, Autoritäten, Mobbing, Suizid und Sexualität auseinander. Künstlerisch hervorragendes Niveau „FE_14“ fand im Rahmen des Projektes „Jugend ins Zentrum!“ der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren statt, wurde durch Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert sowie vom Karlstorbahnhof Heidelberg initiiert und organisiert. Es ging aber nicht nur um die Bühnenshow – die Teilnehmer lernten auch die Tätigkeiten und Arbeiten vor und hinter der Bühne, die Technik rund um eine Aufführung kennen. Außerdem wurde der gesamte Arbeitsprozess medial begleitet, sodass sie erfuhren, welche Berufe es im Veranstaltungsbereich gibt. Das Ergebnis war ein rundum erfolgreiches und beeindruckendes Projekt, eine künstlerisch hervorragende Aufführung auf einem Niveau, das vergessen ließ, das man es mit Jugendlichen, nichtprofessionellen Darstellerinnen und Darstellern zu tun hatte. Schauspiel- wie Tanzszenen bestachen durch Klarheit, emotionales Feingefühl, Humor und eine Bildsprache, die immer berührte. Auch die leisen Momente und feinen Zwischentöne, die in dieser Aufführung sauber herausgearbeitet waren, wünscht man sich oft genug vergebens beim Umgang mit diesem Stück und seinen Themenkomplexen. Eine weitere spannende Bereicherung der Performance stellten die Eigenkompositionen von Jana Sophie Bartsch dar, die sie charmant und gefühlvoll an der Bühnenrampe mit Gitarre vortrug. Die Titel „In Between“, „Complicated“ und „Hear Me Out“ unterstrichen und kommentierten das Bühnengeschehen hervorragend. Das letzte Lied „Better“ sang Bartsch im Duett mit der Schauspielerin Janine Kalbrunner. Die beiden gaben damit dem eher düsteren Ende des Stücks einen hoffnungsvollen, positiven Ausblick.

Heidelberger Nachrichten
RNZ, 29.12.2014
https://www.facebook.com/fruehlingserwachen14