Abschluss – Theaterpädagogische Ausbildung

Mit einer Abschlussperformance ist meine Theaterpädagogische Grundausbildung bei der Theater- und Spielberatung Baden-Württemberg zu Ende gegangen.

Nach 18 Monaten Kursprogramm mit vielen Dozenten der unterschiedlichsten Arbeitsfelder im Bereich Theater, Tanz, Musik und Pädagogik, sind wir 17 Seminarteilnehmer nun am Ziel unserer Ausbildung.

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Mit dem 5-tägigen Intensivseminar auf der Burg in Altleiningen beendeten wir mit einer gemeinsamen kleinen Aufführung auf der Burgbühne unsere Ausbildung und erhielten das Zertifikat.

Verrückt wie schnell die zwei Jahre vorbeiflogen.
Die gemeinsame Arbeit in der Ausbildungsgruppe werde ich vermissen.
Vielen Dank an euch alle und bis ganz bald!

Kai

Zukunft für den Karlstorbahnhof

Nach dreieinhalb Stunden Diskussion im Planungsworkshop mit den Bürgermeistern Jürgen Odszuck, Joachim Gerner, Hans-Jürgen-Heiß, Stadträten, Architekten, der Bau- und Servicegesellschaft mbH Heidelberg und uns, den Vertretern des Kulturhauses Karlstorbahnhof (Christian Weiss, Rainer Kern, Kai Sauter), ist klar, dass der vorgelegte Entwurf des Architekturbüros Bernhardt unter energetischen, betriebswirtschaftlichen und funktionalen Gesichtspunkten die sinnvollste Lösung darstellt.

Somit empfiehlt die Arbeitsgruppe, dass das Kulturhaus mit allen seinen Sparten (Konzertsaal, Theater, Klub, Kino, Medienpädagogik und Eine-Welt-Zentrum) umzieht und dabei, dem favorisierten Architektenplan folgend, die verschiedenen Veranstaltungsräume parallel nutzen können muss. Außerdem soll auch die energetische Sanierung vollständig getätigt werden.

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Die am 19. Juli 2017 eingesetzte Arbeitsgruppe musste in der Sitzung vom 23. Oktober feststellen, dass mit Blick auf Funktionalität und den kulturpolitischen Auftrag des Hauses keine nennenswerten Einsparungen möglich sind.

Die Diskussion war umfassend, sachlich und konstruktiv. Die Arbeitsgruppe wird dem Gemeinderat nun empfehlen den vorgelegten Entwurf zur Abstimmung zu bringen.

Allen Beteiligten ist klar, dass dieses ehrgeizige Ziel nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung und mit tatkräftiger Unterstützung aus der Bürgerschaft zu verwirklichen ist. Das Kulturhaus Karlstorbahnhof wird dazu alle Kräfte mobilisieren, um einen möglichst großen Eigenbeitrag zu leisten.

Ich möchte mich bei allen Mitgliedern der Arbeitssgruppe für die zielorientierte Diskussion bedanken.
Den Kollegen des Karlstorbahnhofs danke ich für ihr Vertauen, allen voran der Geschäftsführung, Ingrid Wolschin, und meinen Vorstandskollegen.

K.S.

Zum betreffenden Artikel der RNZ (25.10.17):

https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-karlstorbahnhof-heidelberg-doch-die-teure-variante-plus-spendenkampagne-_arid,311777.html

 

Heidelberger Theatertage 2017

In vier Wochen starten sie endlich,
die Heidelberger Theatertage 2017!

Bereits zum 20. Mal wird der Heidelberger Theaterpreis vergeben und ich darf in diesem Jahr wieder einmal in der Festivalorganisation mitmischen.

Insgesamt  10 Produktionen aus Deutschland, Östereich und der Schweiz wetteifern vom 26. Oktober bis 5. November um die Preise der Fachjury, des Publikums und der Studi-Jury.

Im Wettbewerb gibt es ausgewählte Produktionen von klassischem Sprechtheater über moderne Dramatik, physical theatre, zeitgenössische Stückentwicklungen bis hin zu neuen, ungewöhnlichen Theaterformen zu sehen. Außerdem gibt es ein Rahmen- und Vorprogramm!

Hier geht’s zum Programmheft der Theatertage

Unser Vorprogramm – Die Vorspiele – startet am 6. Oktober mit den Schönen Mannheims und ihrem neuen Programm „Entfaltung„.

Am 20. und 21. Oktober gastiert das Ensemble MariaKron aus Berlin mit der Produktion MONGOFLIPPER – Wir werden noch gleicher und noch glücklicher„.
Im letzten Jahr wurde die Produktion mit dem 1. Jurypreis und dem Preis der Studierendenjury ausgezeichnet.
Zu sehen gibt es ein hervorragendes Ensemble in einer postdramatischen Form des Theaters im Theater.
Thematisch dreht sich das Stück um einen behinderten Darsteller, der mit einem Stadttheater ein Stück probt, dabei aber nicht den klischierten Erwartungen entspricht.
Er ist nicht der hilfsbedürftige, naive Mitleidsempfänger, der das typische dankbare Opfer darstellt. Er provoziert, stört die Proben und kokettiert mit rechten Parolen solange bis die Situation eskaliert und aus empathischen Theantermachern tobende Kleinbürger werden, die rabiat und rücksichtslos ihre humanistischen Werte verteidigen wollen.
Nicht nur ein Abend der Denkanstöße gibt, sonden auch ein irrwirtziger, der sich besonders für Menschen mit Theaterbezug lohnt.

Zur Eröffnung am 26. Oktober gibt es einen absoluten Unterhaltungskracher – Comedy, Musik, Tanz, Impro, Multimedia – nennen wir es Freestyle Theater.
Das Ensemble Der Weisse Knopf aus Köln gewann mit „LONGJOHN – Mann sein – das ist echt nicht einfach“ den Publikumspreus 2016,
nun dürfen sie das diesjährige Festival eröffnen. Das verspricht wieder ein Feuerwerk zu werden.
Hier ein Teaser-Trailer:
LONGJOHN Trailer

Ein absolutes Highlight für mich, ist die Lange Nacht der Rampensau – Bühnenschau & Theaterfest.
Diese wird am Fr. 3.11. um 21 Uhr im Theater im Romanischen Keller stattfinden.
Zu bestaunen gibt ausgewähltes Bühneprogramm aus dem Umfeld des Freien Theatervereins (Musik, Tanz, Theater), in der Pause eine Feuershow im Hof und im Anschluss ein Theaterfest mit Musik, Absinthe-Bar und Fotowand.
Ich werde den Abend moderieren.
Die Lange Nacht der Rampensau

Weitere Programmpunkte im Rahmenprogramm sind die Zauber-/ Comedyshow mit Siegfried & Joy und das Kindertheater mit unserem PINOCCHIO.

Tickets zu den Veranstaltungen gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und ONLINE HIER

Alle Infos zum Festival unter Karlstorbahnhof.de
Die Theatertage auf Facebook: fb.com/heidelberger.theatertage

Ich freue mich auf ein großartiges Festival des Freien Theaters!

Pinocchio in Heidelberg

Unser Pinocchio kommt nach Heidelberg.

ich freue mich auf die Gastspiele in der Stadt gemeinsam mit Wolfgang Kerbs und Matthias Paul,

Pinocchio,Pinocchio,Pinocchio,Pinocchio,Pinocchio,Pinocchio,Pinocchio…..

Wir spielen am 24.7. (10 Uhr, TiKK), am 29.10. (15 Uhr, Theater im Romanischen Keller), 10. 12 (15 Uhr, TiKK) und 11.12. (10 Uhr, TiKK).

Info & Tickets

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Kleines Püppchen, freches Bübchen,
wo hat man dich zuletzt geseh’n?
Du wolltest doch zur Schule geh’n,
was ist gescheh’n?“

Ja, das ist eine gute Frage, denn eigentlich hatte Pinocchio, die kleine, freche Holzpuppe, seinem Vater, dem Holzschnitzer Gepetto, doch ganz fest versprochen, endlich ein braver Junge zu sein und zur Schule zu gehen…
Und wo steckt der Bengel jetzt wieder? Er schlittert von einem Abenteuer ins nächste, trifft auf Gauner, die ihm sein Geld abluchsen wollen und andere schräge Gestalten, aber auch auf welche, die ihm helfen wollen, den rechten Weg durchs Leben zu finden. Denn erst wenn er gelernt hat, wie wichtig Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft sind, kann aus einem Hampelmann ein richtiger Junge werden!

Der Kinderbuchklassiker schwungvoll und mit viel Humor für das heutige Publikum auf die Bühne gebracht!

Spiel: Wolfgang Kerbs, Kai Sauter
Buch & Regie: Matthias Paul

Für Kinder von 5 bis 10 Jahren. Spieldauer 60 Minuten

„Karlstorbahnhof light“? – Nein, danke!

Stellungnahme zum RNZ-Artikel vom 23.6.2017: „Wird es ein Karlstorbahnhof light?“

Zum Artikel

Leserbrief vom 27.6.17

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Vollständiger Text

Karlstorbahnhof light?

Traurig, ich bin einfach nur traurig und entsetzt! „Karlstorbahnhof light“? Nein! Ganz oder gar nicht! Jetzt muss endlich mal was passieren! Die Stadt braucht das Kulturhaus Karlstorbahnhof mit all seinen Sparten – Musik, Klubkultur, Literatur, Interkultur, Theater & Film!

Da lässt die Stadt Monat um Monat vergehen, Frist um Frist, liefert falsche Pläne des umzubauenden Objekts, die letztlich die neuen Architektenpläne nötig machten, und mahnt nun Kostensteigerungen an, für die sie selbst maßgeblich Mitverantwortung trägt.
Außerdem zeigt sie sich mit ihren Mitarbeitern völlig uninformiert über die Ausrichtung und das Programm des Kulturhauses sowie den professionellen Veranstaltungsbetrieb

Bei der nun diskutierten Summe sind nicht nur Umbau und Haustechnik mitinbegriffen, sondern auch IT und Veranstaltungstechnik.
Der „Karlstorbahnhof light“ schafft dieselben alten Probleme, die das alte Haus belasten: Ständig wird nur geflickt, notdürftig zugekauft und nirgends ist wirklich Platz.

Wenn die Stadt Heidelberg den Kulturstandort erhalten und evtl. auch stärken möchte, zudem einen entstehenden Stadtteil attraktiv machen will, dann kann keiner ernsthaft einen „Karlstorbahnhof light“ diskutieren!

Kai Sauter

Weitere Artikel zum Thema:

RNZ: Umzugspläne liegen auf Eis (1.4.17)

RNZ: Der KBHF will endlich loslegen (27.1.17)

Heidelberger Theatertage 2017 – Die Nominierten

via facebook.com/heidelberger.theatertage

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+++ Ankündigung: Die Nominierten der Heidelberger Theatertage 2017 – 20. Heidelberger Theaterpreis
(Reihenfolge nach Spielterminen):

+ ILIOS Théâtre (Wien) „Tristan Isolde Desaster“ (27.10.)
+ Theaterhaus Stuttgart „Ich werde nicht hassen“ (28.10.)
+ aktionstheater ensemble (Wien) „Immersion, Wir verschwinden (28.10.)
+ KimchiBrot Connection (Köln) „living happily ever after“ (29.10.)
+ Extraleben (Zürich) „A Lovely Piece of Shit“ (31.10.)
+ Cargo-Theater (Freiburg) „festgefeiert“ (2.11.)
+ Theater Apron (Halle, Saale) „GELD – Das Stück zum Schein“ (2.11.)
+ monsun theater (Hamburg) „Australischer Frost“ (3.11.)
+ Cammerspiele Leipzig „Der Frieden oder Fantastische Käfer und wo sie zu finden sind“ (4.11.)
+ ADOLESK (Köln) „eins | null | vier “ (4.11.)

Wir freuen uns auf unsere Gäste und die Gastspiele im Rahmen der Heidelberger Theatertage vom 26.10. bis 5.11.2017.

Unser Vorprogramm:
+ Schöne Mannheims „Entfaltung“ (6.10.)
+ MariaKron, Berlin „Mongoflipper – Wir werden noch gleicher und noch glücklicher (20./21.10.)

Unser Rahmenprogramm:

+ DER WEISSE KNOPF (Köln) „LONGJOHN – Mann sein – das ist echt nicht einfach (26.10. / Theatertage Eröffnung)
+ Siegfried & Joy Zauberkunst & Comedy (27.10.)
+ Tikkids Kindertheater „PINOCCHIO“ (29.10.)
+ Lange Nacht der Rampensau Bühnenschau u. Theaterfest (3.11.)
+ Preisverleihung (5.11.)

Infos zum Programm und VVK unter www.karlstorbahnhof.de
(wird laufend aktualisiert)

FB:
Heidelberger Theatertage
TiKK – Theater im Kulturhaus Karlstorbahnhof
Theater im Romanischen Keller
Karlstorbahnhof

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Abschied

… und da war es dann soweit: Nach nun vier Jahren als Leiter des Theaters im Romanischen Keller ist jetzt Schluss. Mehr als 400 Veranstaltungen beherbergte die kleine Bühne im Herzen der Altstadt in diesem Zeitraum. 24-mal wurde im Gewölbe dienstags die legendäre Offene Bühne Heidelberg begangen, wobei insgesamt über 40 Ausgaben dieser Veranstaltungsreihe zu organisieren waren, findet die o.B. doch im monatlichen Wechsel auch im TiKK statt. Neben der Verwaltung und Instandhaltung des Theaters, der Betreuung, Koordination und Bewerbung der verschiedenen Programmpunkte, war es besonders auch die Organisation von eigenen Veranstaltungen für das Theater im Romanischen Keller, die mich mit großer Freude erfüllte. Das waren neben der o.B. beispielsweise die Literaturreihe Literatouren, Musikveranstaltungen oder Gastspiele, z.B. die des Theaters Melone aus Innsbruck oder der DAKAR Produktion aus Zürich.

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(Foto: Christian Schüll)

Ganz besonders möchte ich mich hiermit bei Viola Stiefel bedanken, mit der ich drei Jahre lang zusammenarbeiten durfte. Gemeinsam konnten wir das Theater wieder in Schuss bringen und die Institution „Romanischer Keller“ noch fester ins Heidelberger Kulturleben integrieren, und das nicht nur auf Seiten des studentischen Publikums. Viele Tag- und Nachteinsätze, Krisensitzungen und Emailmarathons haben wir gemeinsam bestritten, stets bestärkt durch das Voranschreiten einer funktionierenden Professionalisierung des Theaterbetriebs.

Alle jene vielen Maßnahmen, die eingeleitet wurden, Ideen, die Anwendung fanden, wären nur schwerlich umsetzbar gewesen, wenn nicht von vornherein ein großer Vertrauensvorschuss des Theaterbeauftragten des Rektorats gegeben worden wäre. Ihnen, Herr Prof. Christof Weiand, möchte ich daher für Ihr mir entgegengebrachtes Vertrauen während meiner Tätigkeit danken.
Auch den vielen Ansprechpartnern des Seminars möchte ich hiermit meinen Dank aussprechen. Hervorgehoben seien hierbei Frau Alessandra Acquarone, Herr Lothar Förderer und Herr Volker Fischer.

Einer dieser angesprochenen Maßnahmen war die Rundumerneuerung der Licht- und Tontechnik im Theatersaal sowie die technische Umgestaltung von Bar- und Eingangsbereich. Lieber Florian Pfrang, danke für die vielen Ideen die du eingebracht und die vielen, vielen Arbeitsstunden, die du hier verbracht hast.

Das große alljährliche Highlight waren natürlich immer die Heidelberger Theatertage. Viermal durfte ich das Festival als Spielstättenverantwortlicher betreuen.

Gerade saßen wir wieder zusammen und diskutierten über das Programm des diesjährigen Festivals – Euch, dem Vorstand des Freien Theatervereins, zu dem ich seit 2014 auch selbst zählen darf, möchte ich hiermit für die gemeinsame Theaterzeit auch ein Dankeschön aussprechen. Dieses gilt Heinrich Santen, Anette Wieling, Karin Schmurr und auch der neuen Kollegin Christiane Daubenberger.

Unserem Festivalleiter Matthias Paul, selbst Leiter des Theaters im Romanischen Keller (1998–2001) und heute solcher im TiKK, bin ich besonders verbunden. 2012 konnte ich als Praktikant erstmals die Theatertage begleiten. In meiner Zeit als Verantwortlicher im Romanischen Keller stand er mir immer mit Rat und Tat bei Seite. So entstand eine enge Kooperation und Zusammenarbeit und letztlich eine gute Freundschaft. Danke, Matthias, für all das!

Meinem Kollegen und Nachfolger Julius Hoderlein danke ich für die intensive Zusammenarbeit im letzten Jahr und wünsche ihm ein allzeit ausverkauftes Haus, abwechslungsreich spannende Spielpläne, Kraft aus allen anfallenden Herausforderungen noch bestärkter hervorzugehen und am allerwichtigsten, große Freude in der Tätigkeit als Leiter des Theaters im Romanischen Keller, der schönsten Bühne Heidelbergs.

Allen Veranstaltern der letzten vier Jahren möchte ich für das Vertrauen danken und unserem Publikum für seine Treue!

Bis bald im Theater im Romanischen Keller oder sonst wo!
Euer Kai